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V. Hauptschriftleiter der "Münchner neuesten Nachrichten"

1. Politisches Engagement in der jungen Republik

a) Bürgerrat und DDP

Die Tätigkeit für den Heimatdienst Bayern hatte Gerlich in Kontakt mit führenden Vertretern der bayerischen Wirtschaft gebracht. Seine programmatischen Artikel im ›Feurio‹ und der dahinter stehende klarkrasse Antibolschewismus dürften ihm deren Sympathien gesichert haben. Als sich im Gefolge des räterepublikanischen Experiments die Notwendigkeit ergab, über die Parteigrenzen hinweg das Bürgertum zu aktivieren, wurden in Bayern - wie in ganz Deutschland - Bürgerräte ins Leben gerufen, die in der ersten Phase der Revolution den Zusammenschluß des »ganzen führerlosen Mittelstandes« anstrebten, um dessen Interessen wahren zu können. Der Bürgerrat München konstituierte sich am 13.11.1918 . Den Vorsitz hatte der Rechtsanwalt Rudolf Meyer-Absberg, zum Vorstand gehörte neben dem Kommerzienrat Eugen Zentz, einer schillernden Figur , auch Fritz Gerlich, der, im Gegensatz zu Zentz, Gründungsmitglied war . Die Arbeit des Münchner Bür-gerrates war von Beginn an gegen die Bolschewisten gerichtet, er rief dazu auf »der Geschlossenheit der Bolschewiki die Geschlossenheit des Bürgertums entge-genzusetzen« und schreckte dabei vor der Ankündigung eines ›Bürgerstreiks‹ als Kampfmittel nicht zurück. Im Gegensatz zu anderen Ortsgruppen der Bewegung war der Münchener Bürgerrat fest in das rechte politische Lager eingebunden.

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