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Am Samstag, 30. Juni 2012 verleiht die Tellux-Beteiligungsgesellschaft in München in Zusammenarbeit mit der Erzdiözese München und Freising erstmalig eine Auszeichnung, die an den von Nationalsozialisten ermordeten Münchener Publizisten Fritz Gerlich erinnert. Die mit 10.000 Euro dotierte Anerkennung erhält der Filmmacher Philipp Scheffner für seinen Film „Revision".

Anhand von Zeugenaussagen und Interviews mit den Familien der Opfer rollte er einen 20 Jahre zurückliegenden Todesfall auf, bei dem zwei rumänische Immigranten der Sinti und Roma im deutsch-polnischen Grenzgebiet erschossen wurden.

Die Münchener Tellux-Beteiligungsgesellschaft will durch den Preis das Leben und das Opfer Fritz Gerlichs unvergessen machen, der als katholischer Christ aus Gewissensgründen schon früh mit beispielhaftem Mut die menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten angeprangert hat und nach deren Machtergreifung als einer der ersten Angehörigen des intellektuell und religiös geprägten Widerstands 1934 im KZ Dachau ermordet wurde.

Mit dem Preis sollen Filmschaffende ausgezeichnet werden, die sich mit ihrem Werk wie Fritz Gerlich entschlossen und unbeirrbar für die Menschenwürde einsetzen und damit konsequent gegen Verfolgung, Ausgrenzung und Erniedrigung eintreten.