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Aus der Begründung der Jury:

„Tatami“ erzählt die Geschichte zweier Frauen, die Entscheidungen treffen müssen, die nicht nur ihr eigenes Leben grundlegend verändern. In fast archaisch anmutenden Schwarz-Weiß-Bildern filmpreis2024(c) Kiderle wird ihr Ringen mitreißend erzählt. Wir erleben, wie sich aus einem anfangs reinen Sportwettkampf für die erste mögliche Goldmedaille im Judo für den Iran ein innerer und äußerer Kampf entwickelt: Der Wunsch nach Selbstentfaltung trifft auf die immer härteren Repressionen eines diktatorischen Regimes. (…) Dabei wird schließlich vor Verfolgung, Inhaftierung und Folter von Familienangehörigen nicht Halt gemacht. Am Ende entscheiden sich beide Frauen für die Freiheit, für einen selbstbestimmten Lebensweg. (…)

 Die Jury erkennt „Tatami“ den Fritz-Gerlich-Filmpreis 2024 zu, weil er in bewegender, stets glaubhafter und mitreißender Weise zentrale Gedanken aus Leben und Werk von Fritz Gerlich aufgreift: Den Widerstand gegen diktatorische Regime, das innere Ringen, das zu Entscheidungen führt, die mit harten Konsequenzen verbunden sind. Rückgrat zu beweisen, die persönliche Freiheit zu erkämpfen, der Gewalt und der Lüge zu widerstehen, die Opfer, die damit verbunden sind – diese Motive verbinden Fritz Gerlich und den Film „Tatami“ über die Zeiten und die Kulturen hinweg in beeindruckender Weise.

Homepage des Fritz-Gerlich-Filmpreises: Preisträgerfilm 2024

https://www.fritzgerlichpreis.de/